E-Scooter - Eine Gefahr für den Strassenverkehr?

Veröffentlicht am 12.06.2019

Im Strassenverkehr von Grossstädten sind sie nicht sehr angesehen. Seit längerem sind E-Scooter in der Stadt der Liebe ein Dorn im Auge. Kürzlich ereignete sich auch der erste Todesfall mit einem E-Scooter in Paris. Hier wurde auch eine Obergrenze für E-Scooter bei 20'000 Verleihobjekten ausgesprochen, da Angebote wie Pilze aus dem Boden spriessten.

Viele Fahrer, die anfänglich nicht mit den kleinen Flitzern klar kommen, versuchen sich auf den Trottoirs und bringen Fussgänger (vor allem ältere Menschen) in Gefahr. Jene "Gehsteig-Sünder" werden jetzt mit einer Geldstrafe von EUR 135.- gebüsst, sollten sie dennoch auf dem Gehweg fahren. In Zürich wird bisher für E-Scooter Fahrer, bei gleichem Vergehen, ein Bussgeld von CHF 40.- erhoben, welches äquivalent zum Rad fahren auf dem Bürgersteig ist.

Einen Riegel zur Benutzung und der Menge der Angebote wird man (noch) nicht vorschieben. "Massnahmen zur Eindämmung sehen wir derzeit keine", erklärt Mathias Ninck - Kommunikationsleiter des Sicherheitsdepartements Zürich - gegenüber watson.ch betreffend den bisher 1600 Modellen, die in Zürich im Einsatz sind. Das Angebot verteile sich recht gut über die ganze Stadt.

Für Autofahrer in grösseren Städten bedeutet das, dass man zukünftig nicht nur auf Fussgänger und Fahrradfahrer acht geben muss, sondern auch auf die bis zu 45km/h flinken Vehikel. Doch wie gefährlich werden die rasenden E-Roller für die Strasse werden? Unserer Meinung nach, sollte bei E-Scootern eine Helmpflicht eingeführt werden, so dass allfällige Kopfverletzungen auf ein Minimum beschränkt werden können. Da E-Scooter das touristische Angebot einer Stadt erweitern, sollten diese weiterhin im Verkehr bleiben, aber wie bei jedem Verkehrsmittel sollte auch hier höchste Vorsicht geboten werden.

Bildquelle: REUTERS
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